Biographie Uwe Gaasch, Photograph
Uwe Gaasch wurde 1949 in Scheßlitz geboren.
Photographenlehre bei Photo-Bauer in Bamberg
10 Jahre Photogroßlaborbetriebe Schreiber, Erlangen
Dokumentarische Architekturphotographie am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Schloss Seehof
Seit 1983 Freiberufliche Tätigkeit als Architekturphotograph
Der Einstieg in die Freiberuflichkeit erfolgte 1983 mit der Bebilderung der Denkmalliste von Tirschenreuth in der Oberpfalz.
1986, das Projekt war damals die Restaurierung der Kirche in Rodach, wurde eine photographische Abwicklung der Kirche als Kartierungsgrundlage benötigt. Aufgrund der immer komplexer werdenden Anforderungen der weiteren Aufträge in diesem Spezialgebiet entwickelte sich über die Jahre ein ausgeklügeltes System zur orthogonalen Aufnahmetechnik. Mittels Hubarbeitsbühnen gelangt er mittig zu den Kirchenfassaden, Messpunkte und Meßlatten ermöglichen die maßstabsgetreue Vergrößerung analoger Schwarz-weiß-Aufnahmen. Restauratoren, Handwerker und Architekten erhalten hiermit eine perfekte Grundlage für Massenermittlungen und Schadenskartierung.
Zunächst bayernweit, später auch hessen- und dann bundesweit tätig, wurde Uwe Gaasch als Spezialist für grundlegende Aufnahmen bei Restaurierungsmaßnahmen immer gefragter. Parallel zu dieser Entwicklung wuchs die Spezialausrüstung und natürlich auch die Erfahrung auf diesem Gebiet.
Einige der wichtigsten Aufträge waren hier unter anderem die photographische Erfassung des Neuen Museums in Berlin, des Dresdner Zwingers, der Klosteranlage in Maulbronn – aber auch so herausfordernde Aufträge wie die Abwicklung hochgelegener Burgruinen, teils mittels Hubsteiger und Kletterseilen. Weitere Referenzen siehe Referenzliste
Neben der orthogonalen photographischen Abwicklung von Gebäuden sind dokumentarische Aufnahmen von Objekten, die entweder abgerissen oder stark baulich verändert werden sollen, ein Spezialgebiet von Uwe Gaasch. Das kann streng in Form eines Raumbuches mit Nummerierung und lückenloser Erfassung aller Raumflächen geschehen oder in Form einer Dokumentation beispielhafter Räume, in der der Photograph die bedeutenden Bauteile hervorhebt. Hier wären aus der Referenzliste besonders zu nennen das Luitpoldkrankenhaus Würzburg und die Polyklinik Erlangen.
Hinzu kommen noch Reproduktionen von Kunstwerken für Kataloge und Archive.
Neben der dokumentarischen Photographie gab es für Uwe Gaasch immer wieder die Möglichkeit, Architektur künstlerisch zu sehen und zu verarbeiten. Die Quintessenz seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit photographischem Equipment und dem ihm eigenen Blick in der Bildkomposition dokumentiert eindrucksvoll der im Herbst 2006 erschienene Bildband „Der Bamberger Domberg“ sowie 2007 die Ausstellung „Monumental Sakral“, Schwarz-weiß-Fotografien im Historischen Museum Bamberg.
Erstmals in der Klosterkirche Speinshart wurde 2008 digitales Fotoequipment eingesetzt. Parallel zu den analogen Schwarz-weiß-Aufnahmen entstanden Farbaufnahmen mit der hochauflösenden Digitalkamera. In den folgenden Aufträgen wurde dann spezifisch für das zu fotografierende Objekt die sowohl fototechnisch als auch kalkulatorisch beste Variante des Arbeitens vor Ort gewählt.
2008 begann eine bis heute andauernde stete Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte, Bildarchiv Foto Marburg. Der Einstieg war die fotografische Erfassung Romanischer Kirchen im Waldecker Land.
Aktuelle Kampagnen:
Die Erfassung kunsthistorisch bedeutender Bauwerke in Sachsen-Anhalt und Thüringen (der bebilderte DEHIO)
DFG-Projekt: "Die Figürlichen Wandmalereien des Mittelalters in Thüringen"
Forschungsprojekt "Mittelalterliche Retabeln in Hessen"
EU-Projekt "Partage Plus - Jugendstil in Europa"
Neben diesen Kampagnen im Auftrag des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte, Bildarchiv Foto Marburg werden momentan die Aufnahmen der Franckeschen Stiftungen in Halle für den UNESCO-Welterbe-Antrag erstellt.
